Frauen in Bangladesch erleben täglich Diskriminierung und Gewalt – auf der Straße, im privaten Umfeld und durch ein schwer zugängliches Justizsystem. Besonders betroffen sind Frauen, die in Armut leben, Frauen mit Behinderung sowie Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten.
In Mymensingh hat sich eine Gruppe von Frauen aus dem indigenen Volk der Garo zusammengeschlossen, um Gewaltopfer, insbesondere nach Vergewaltigungen, zu unterstützen. Alle gehören sie dem Volk der Garo an, einer kleinen, christlichen ethnischen Gruppe in Nordbangladesch. Holi Dio arbeitet für Caritas in der Gefängnisseelsorge für inhaftierte Minderheiten und absolviert eine juristische Ausbildung; Ruma Thigidi leitet eine Jugendgruppe mit einem breiten kirchlichen Netzwerk; Subarna Poli Drong führt eine angesehene Friedensorganisation und ist landesweit in Menschenrechtskreisen bekannt.
Gemeinsam mit den Brüdern von Taizé in Bangladesch entsteht ein Zentrum, in dem durch Beratung, psychologische Begleitung und rechtliche Unterstützung Hilfe geleistet wird. Die Initiative arbeitet informell und ist auf Spenden angewiesen. Dank Ihrer Unterstützung erhalten Opfer häuslicher und sexueller Gewalt schnelle und direkte Hilfe und ein Stück ihrer Würde zurück.